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Förderung von Unternehmensberatungen durch die BAFA – Erweiterung im Zuge der Corona-Krise

Die Förderrichtlinie des BMWi zur Förderung des unternehmerischen Know-hows besteht bereits seit mehreren Jahren. In ihr wurden die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn - Around - Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammengefasst.

Gefördert werden können unter diesem Programm sowohl allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung sowie um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, auch spezielle Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen geführt werden,
  • von Migrantinnen oder Migranten geführt werden,
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden,
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund beitragen,
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Behinderung beitragen,
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung beitragen,
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen,
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit beitragen,
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

 

Im Zuge der Corona-Krise ist am 3. April 2020 eine Ergänzung der Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows in Kraft getreten (siehe auch Frage 14 im FAQ-Katalog der BStBK, Stand 7. April 2020) und wurde auf Grund der aktuellen Corona-Krise für Corona-betroffene Unternehmen um ein weiteres Modul ergänzt. Dieses bezieht sich auf Förderungen für vom Coronavirus betroffene Unternehmen. Die Inanspruchnahme einer Beratung durch einen Unternehmensberater soll einfach und unkompliziert für alle betroffenen Unternehmen möglich sein.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Einzelunternehmen und Selbstständige sowie freie Berufe sofern diese nicht selbst überwiegend beratend oder schulend tätig sind. Zudem müssen Unternehmen darstellen, dass Sie unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der „Corona-Krise“ leiden.

Der Zuschuss in Höhe von 100% beträgt maximal 4.000 Euro netto, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). Die beratenen Unternehmen müssen nicht in Vorleistung gehen, sondern zahlen lediglich die Umsatzsteuer. Dies gilt ebenfalls für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen.

Zudem werden die Fördermittel in Abweichung vom üblichen Vorgehen auch direkt an den Berater und nicht an das beratene Unternehmen ausgezahlt. Anträge können bis zum 31. Dezember 2020 gestellt werden. Im Rahmen dieses Förderprogramms können zu allen von ihm abgedeckten Themen grundsätzlich auch Beratungen durch Steuerberater gefördert werden. Eine Beratung zu steuerlichen Fragen wird dagegen nicht gefördert, auch nicht Corona-induzierte Steuerfragen.

Zwischen dem BMWi, dem BAFA und der Bundessteuerberaterkammer besteht seit Jahren Übereinstimmung darüber, dass Steuerberater Berater im Sinne der Richtlinien sein können. Die Voraussetzung, dass mehr als 50 % des Gesamtumsatzes auf die entgeltliche Unternehmensberatung gerichtet sein muss, gilt bei Steuerberatern grundsätzlich als erfüllt.

Gemeinsam mit erfahrenen Krisenberatern gibt das RKW Thüringen vielfältig Hilfestellung, beispielsweise zu:

  • Sicherung der Liquidität
  • Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Erschließung neuer Geschäftsfelder
  • Entwicklung angepasster Vertriebsstrategien
  • Umstellung von Organisation und Abläufen
  • und vieles mehr.

 

Weitere Informationen zu dem Programm und den Möglichkeiten einer Akkreditierung erhalten Sie auch unter: https://www.rkw-thueringen.de/leistung/foerdermoeglichkeiten/corona-krisenberatung/