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10 Fakten für Soloselbständige in Thüringen zur Überbrückungshilfe II

Da sich vermehrt Soloselbständige bei dem Thüringer Wirtschaftsministerium beschweren, dass sie von den Thüringer Steuerberaterinnen und Steuerberatern im Hinblick auf die Beantragung der Überbrückungshilfe II unzureichend oder gar nicht beraten würden, bat uns die Thüringer Aufbaubank, die folgenden 10 Fakten für Soloselbständige in Thüringen zur Überbrückungshilfe II zu veröffentlichen:

  1. Soloselbständige sind Einzelunternehmer*innen, Angehörige freier Berufe oder eingetragene Kaufleute ohne weitere Beschäftigte. Sie sind somit alleinig für ihr Unternehmen tätig. Soloselbständige sind dann förderfähig, wenn sie ihr Gesamteinkommen zu mindestens 51% aus ihrer selbständigen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielen.
  2. Gut zu wissen: Um Zugang zur Überbrückungshilfe zu erhalten, muss es einen bestimmten Umsatzrückgang in den Monaten April 2020 bis August 2020 geben. Die Höhe der Überbrückungshilfe richtet sich dann danach, ob es einen bestimmten Umsatzrückgang von September 2020 bis Dezember 2020 gibt.
  3. Die Zugangsvoraussetzungen sind für alle Unternehmen und Soloselbständige gleich: Maßgeblich ist der Umsatzrückgang in den Monaten April 2020 bis August 2020. Es muss entweder 30 Prozent Rückgang im Durchschnitt über alle Monate vorliegen oder aber 50 Prozent in zwei aufeinanderfolgenden Monaten.
  4. Die Überbrückungshilfe gewährt Fixkostenzuschüsse. Für Soloselbständige in Thüringen gibt es zusätzlich eine Pauschale für die Lebenshaltungskosten.
  5. Die Höhe des Fixkostenzuschusses orientiert sich am Umsatzrückgang in den Monaten September 2020 bis Dezember 2020. Der Zuschuss liegt zwischen 40 Prozent und 90 Prozent der anrechenbaren Kosten – je nachdem wie hoch der Umsatzrückgang ist.
  6. Besonders betroffene Branchen in Thüringen erhalten den Fixkostenzuschuss bereits ab 20 Prozent Umsatzrückgang in den Monaten September bis Dezember 2020.
  7. Die Lebenshaltungskostenpauschale für Soloselbständige wird unabhängig von der Höhe der Fixkosten gewährt. Maßgeblich ist nur der Umsatzrückgang von September 2020 bis Dezember 2020.
  8. Der Antrag wird über eine/n Steuerberater*innen, vereidigte Buchprüfer*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder Rechtsanwalt*innen gestellt.
  9. Die Kosten für Steuerberater*innen, vereidigte Buchprüfer*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder Rechtsanwalt*innen werden bei der Überbrückungshilfe angerechnet.
  10. Auf der Website der TAB steht ein unverbindlicher Onlinerechner bereit. Dort kann geprüft werden, ob die Förderung in Frage kommt und wie hoch der Zuschuss ausfallen könnte. Hier: www.aufbaubank.de/schnellcheck